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:: Fr., 30. Dezember 2011  


Einstimmung auf meinen Winter-Krimi "Narrentanz": Skifliegen in Bad Mitterndorf schauen! 12. bis 15. Jänner 2012.
Details: » hier



:: Do., 29. Dezember 2011  - Musenkatze

Die Musenkatze in Aktion ...
Schlaues Tier, bringt die Autorin dazu, das Notizbuch liegen zu lassen ... ;-)





:: Mi., 28. Dezember 2011  - "Oh du fröhliches Medien-Einerlei"

Wer weiß, wie Medien funktionieren, glaubt nicht alles, was in der Zeitung steht. Doch Medienbildung fehlt am Lehrplan österreichischer Schulen.

Man kennt das Bild morgens in der U-Bahn: Alle lesen dasselbe und überall steht das Gleiche. Beispiel: Der Tod von Ludwig Hirsch. "Die Polizei geht von Selbstmord aus", stand in so gut wie allen Medien zunächst zu lesen. Einmal abgesehen davon, dass man sich selbst nicht ermorden kann und somit bestenfalls von Freitod sprechen sollte - hier war wohl eine Agenturmeldung übernommen worden, mal kürzer, mal etwas länger. Zumindest der Name der Nachrichtenagentur bürgt für Qualität - oder?

Woher kommen die Medieninhalte?

Twitter, Facebook, Blogs, Citizen journalism - ob Attentate in Norwegen oder arabischer Frühling: Social Media scheinen die Rolle der klassischen Medien übernommen zu haben, oder zumin-dest die der InformationslieferantInnen. Irgendjemand ist immer am Ort des Geschehens.
Anders als bei klassischer Recherche lassen sich solche Inhalte jedoch selten überprüfen, vor allem nicht in "Echtzeit", in der viele Menschen heute Informationen erwarten.

Meinen Artikel weiterlesen - hier lang:


 -  » Arbeit & Wirtschaft (12/2011)


:: Di., 20. Dezember 2011  - Echt steirisch

Nicht steirisches Salzkammergut, aber sehr steirisch:

Das offizielle Video zu - natürlich! -  » Fürstenfeld 

Die Bilder wirken heute unglaublich anachronistisch ... dabei sind gerade mal gute 20 Jahre vergangen seither ... naja ein bissl mehr. Auch wunderhübsch: der alte Südbahnhof in Wien ...

:: Mo., 19. Dezember 2011  - Eine Frage des Geldes

Über Geld spricht man nicht, heißt es. Kollege Schreibtäter, der Privatbiograf, tut es trotzdem.

Thema: Die Honorare freiberuflicher Autoren. Er spricht von klarer, fairer und transparenter Preisgestaltung als Fundament einer gedeihlichen Zusammenarbeit mit dem Kunden.

Ich sehe das genauso. Auf meiner Webseite nenne ich klar die Richtwerte für meine Honorare für Buch- und Redaktionsprojekte; das genaue Angebot (der Kostenvoranschlag) folgt, sobald man die Details abgesprochen hat.

Ich liege mit den Preisen, so sagt man, im Mittelfeld. Dahinter stecken schließlich mehr als 20 Jahre Erfahrung bei Medien und Verlagen und ungezählte verwirklichte Buchprojekte. Haben die Mitbewerber Angst davor, dass die Höhe der Honorare ihre Interessenten verschreckt? Verschleiern sie deshalb ihre Preise lieber? Aber würden diese Personen denn Aufträge geben, wenn man sie zuerst im unklaren über die Höhe des Honorars  ließe? Wohl kaum.

Der Erfolg gibt mir recht, Autorenberatungen boomen ebenso wie meine Schreibkurse.

Den ganzen Ursprungsartikel finden Sie hier:  » Matthias Brömmelhaus 

:: Sa., 17. Dezember 2011  - Abkürzung gesucht

Berenikes neuester Mordfall » Narrentanz passiert im Auseer Winter, bei Eis und Schnee. Sie und Jonas und alle anderen müssen sich daher gegen die Kälte wappnen. Berenikes Tipp gegen Sturm und Frost:  Jagatee. Nicht ganz ohne, aber wirksam. Warnung: Schifahren oder Eislaufen bitte nach Genuss von Jagatee anderen überlassen!

Ein überliefertes Rezept für Jagatee findet sich neben vielen anderen Teegeschichten (und dem Kriminalfall ;--)) im Buch - ich zeige es Ihnen schon hier:


Je eine Prise Schlüsselblume, Gebirgskräuter
und Wurzelmischung, einige Stück Sternanis
und einen Esslöffel voll Gewürzmischung mit
einem dreiviertel Liter Wasser zwei bis drei Minuten
kochen. Dann abseihen, nach Geschmack süßen
und je ein achtel Liter Obstler und ein achtel Liter
achtzigprozentigen Rum beifügen. Ein Schuss trockener
Rotwein, etwas Orangensaft und der Saft
einer Zitrone verfeinern das Aroma. Der Jagatee
wird heiß serviert.

Zusammensetzung der Kräuter: Gebirgskräuter: Brombeerblätter, Himbeerblätter, Erdbeerblätter

Gewürzmischung: Hagebutte, Orangenschale,
Gewürznelken

Wurzelmischung: Kalmus, Hauhechel, Enzian
jeweils zu gleichen Teilen gemischt, Schlüsselblume
und Sternanis laut Rezept.

Ungeübte seien vor der gewaltigen Kraft dieses
Getränkes gewarnt.

Aus dem Kochbuch: »Hausmannskost-Spezialitäten
aus Topf und Pfanne von Mutter, Groß- und
Urgroßmutter aus dem Salzburger Land«



PS :  » Narrentanz ist ab sofort vorbestellbar.

PS 2: Lesetipp - » Eine andere Weihnachtsgeschichte 


:: Mi., 14. Dezember 2011  - Abkürzung gesucht

Unter Kollegen kennt man's: Nachwuchsautoren, die Tipps wollen, ja dringend brauchen - wenn man sich ihre Formulierungen in der Mail so ansieht. Aber die buchen keine Autorenberatung oder Schreibkurs bei mir. Die sind nämlich so von sich als künftigem Autorengenie überzeugt, dass sie glauben: es fehlt ganz, ganz wenig zum großen Durchbruch; wenn ihm dann noch jemand - zum Beispiel ich - die Telefonnummer einer Lektorin verraten würde ... 

Ist natürlich Humbug. Es gibt keine Abkürzung zur eigenen Publikation. Wenn der Text, die Buchidee einfach nicht gut genug sind, hilft alles Andere nichts.  (Ja, man kann book on demand wählen, im Internet veröffentlichen usw. - davon rede ich nicht.)

Die Generation Gratis sucht im Internet nach "buch schreiben" oder ähnlichem und hofft, kurz nach Vollendung des 14. Lebensjahrs, einen für immer reichmachenden Bestseller mit dem Thema der ersten Halbromanze zu landen.

Ja, wir waren vielleicht alle mal so blauäugig. 

Aber nein, es gibt keinen Abschneider, der den Weg zum Verlagsvertrag verkürzt. Das Buch hat dann eine Chance, wenn es gut genug ist. Auch ich habe diese Dinge lernen müssen. Das Manuskript, das später als "Schwarztee" herauskam, habe ich oft und oft überdacht und überarbeitet, ein Workshop einer Mörderischen Schwester hat mir dann für gewisse Punkte die Augen geöffnet. Irgendwann war es dann soweit ... Manuskript + Serienidee + Autorin haben mit dem Gmeiner Verlag zusammen gefunden.

PS: Die Telefonnummer und der Name der Lektoren stehen häufig im Internet. Wenn, ja, wenn der Autor und sein Text gut genug sind, kann er sich dort erfolgreich präsentieren ...  

PS 2:  » Autorenberatung ab der 1. Minute - Kennenlernpreis 45 Euro.


:: Di., 13. Dezember 2011  - Sonderbares

Eine Redaktion sucht Schreiber. Zum Thema hat man was zu sagen, also meldet man sich.

Dann passiert lange nichts.

Eine Mail kommt an, man ist interessiert, behauptet, meine Webseite gelesen zu haben ...

Aha.

Als Antwort bietet man Konkretes an + erbittet Details zur Honorargestaltung.

Darauf folgt .... erraten: nichts.

Bis ... eine erboste Abmeldung vom Newsletter erfolgt. Der im übrigen auch mit dem Thema zu tun hat ...

Mittlerweile weiß ich, dass das Magazin zwar gar nicht wenig kostet - aber keine Honorare zahlt.

...

PS: Ich spendiere heute einen Sack Beistriche, Großbuchstaben und Grüße. Selbst die Floskeln scheinen ausgegangen zu sein.



:: Mo., 12. Dezember 2011 

Kollege X zitiert jemand, der sich lobend über ihn geäußert hat, Kollegin Y stellt sich auf einem Grinsefoto selbst ins beste Licht. Klicken Sie hier, Liken Sie da. Z hat Sie zu seinem Event in Hinterdingenskirchen eingeladen.

Themen, die mit mir nicht das geringste zu tun haben. Der Overkill findet überall statt.

Das ist zu laut, zu schrill, zu hektisch. Deshalb ziehe ich mich ein wenig zurück.

Dafür ein paar Linktipps:

Nikola Hotel über die Verwandten in Romanen:

Verwandte sind äußerst lästig. Besonders im Roman. Deshalb gibt es auch unheimlich viele Geschichten, in denen die Geschwister, Onkeln, Tanten etc. schamlos abgemurkst oder abgeschoben werden. Am liebsten auf eine Insel, in den schalldichten Keller oder zu einer weit entfernten Arbeitsstelle.

» Rabenblut  

Schriftstellerin Antonia S. Byatt über ihren neuen Roman, die verrückten Viktorianer und ihr Liebesverhältnis zur Sprache.

Ich denke mit den Fingern.

» NZZ   


:: Mi., 7. Dezember 2011 

Schon geht es Schlag auf Schlag: Der 3. Mordfall für Teelady Berenike, "Narrentanz" ist bereits angekündigt und vorbestellbar.

Hier stelle ich euch, wie manche KollegInnen das machen, die Seite 99 aus  » Narrentanz vor - Copyright Anni Bürkl / Gmeiner Verlag. Mehr dazu unter » Publikationen.

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An der Kirche vorbei bog Berenike auf den Fußweg
um den See ein. Es war still, so still. Nur ein
paar Meisen zwitscherten fröhlich und einzelne Fußspuren
störten die Perfektion der frischen weichen
Schneedecke. Das himmlische Weiß deckte alles zu,
machte aus Altaussee eine Zauberwelt. Der pulvrige
Schnee zerstob unter Berenikes Schritten. Leise
knirschend sprach er zu ihr, wenn ihre Sohlen ihn
berührten, gab aber das Rätsel auch nicht preis.
Berenike überlegte, wie sie am besten vorgehen
sollte. Sie wollte zur Seewiese vordringen, sich dort
umsehen. Wenn etwas zu bemerken war, würde sie
es Jonas mitteilen. Nach einer Weile kam sie zu einer
Lawinenwarnung und dass das Betreten des Weges
verboten sei. Zwei ältere Spaziergängerinnen kamen
ihr entgegen.
»Griaß di«, lächelte eine.
»Kann man den Weg begehen?«, fragte Berenike
schnell.
»Ja, des geht. Passiert schon nix.«
Berenike folgte nun einem noch schmaleren
Trampelpfad und beobachtete mit allen Sinnen
die Umgebung. Vielleicht würde sie eine Spur
von Dr. Watson finden. Irgendwo musste er doch
sein, und wenn sie das ganze Ausseerland absuchen
musste! Wenn er wirklich gefangen war und
nicht schon tot. Sie schauderte, grub ihre eisigen
Hände tiefer in die Jackentaschen. Immer war ihr
kalt, egal, wie dick sie sich anzog!



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