Bulletjournal Fazit nach 1 Jahr

(Kommentare: 8)

tl_files/texteundtee/2019_Jan_ 076.JPGEin Jahr Bulletjournal.

 

Anfang 2019 bin ich relativ unbedarft aber umso euphorischer gestartet. Ich habe mich informiert, aber 100 % geht das wohl gar nicht. Zum Bulletjournal gehört sehr viel ausprobieren und verändern, wie ich es brauche. Es braucht nur mir zu gefallen, zu mir zu passen, zu niemandem sonst. Wichtigstes Fazit: Mein Journal entspannt mich total - weil ich nicht mehr Angst habe, was zu vergessen!

Weil ich mich kenne und weiß, dass ich immer mal gern was ändere, habe ich von Anfang an ein Ringbuch verwendet und bin dabei auch geblieben. Ein schnödes aus dem Diskonter, Größe A5, dazu glattes Papier. Nein, nicht mal Punkte drauf, die geben für meinen Geschmack auch zu viel vor.

Die ersten Wochen

Euphorisch, wie gesagt. Jeweils eine Seite für eine Woche, darauf ein wenig Platz für die To-Do's. Sicher schwer zu erraten, was passiert ist - haha - es waren euphorisch viele To-Do's jede Woche notiert, die ich dann nur zum Teil erledigen konnte (wenn überhaupt alle auf das kleine Feld dafür passten). Für die nicht erledigten Aufgaben fühlt man sich dann gern schlecht, net woahr?

Was habe ich also geändert?

Die wichtigste Änderung:

Die Aufgaben (To-Dos) gehören aufgeteilt:

Die mit Ablaufdatum stehen genau dort, wo sie erledigt sein müssen. Das sind aber wirklich ausschließlich jene Termine, über die die Eisenbahn drüberfährt, wo's kein Verschieben gibt.

Weniger dringende Termine zum jeweiligen Monat - Bsp.: Steuererklärungen, Buchhaltung sortieren, Arzttermine vereinbaren, ... bzw. zum neuen Jahr.

Und eine dritte Liste 'ohne Termin', was zwar irgendwann mal gemacht gehört, aber eigentlich egal wann, auch Dinge, die man gern mal machen möchte, aber auch egal wann. Und vielleicht hat sich manches bis dahin wieder erledigt und fällt ganz aus.

Die Kalenderseiten

Ich hatte anfangs jeweils 1 Woche auf 1 A5-Seite. Das war nicht nötig, ja sogar 2 Wochen auf 1 Seite war noch nicht passend. Mit 1 Monat auf 1 Seite bin ich aktuell sehr zufrieden.

Dazu kommt - auch das habe ich erst später entdeckt - das sogenannte Daily Log oder die Tagesseite. Dorthin schreibe ich am Morgen oder am Vorabend die Aufgaben, die wirklich an diesem Tag erledigt werden sollen, inkl. Termine und dgl. Am Tag selbst brauche ich dann nur auf diese Zeilen zu schauen, kein Hin und Her Blättern mehr! Dazu kann ich auf der Tagesseite alles notieren, was mir schnell unterkommt (eine neue Tel.Nr. zB. oder ein neuer Termin), was dann in der nächsten ruhigen Minute (gern am Abend) an die richtige Stelle übertragen wird.

Was ich dann erst aus der "Bullet Journal Methode" entdeckt habe: Zum Tag gehört quasi auch ein Fazit am Abend. Was lief gut, was nicht so, wie geht es mir - und warum mache ich das oder jenes überhaupt? Mir wurde auf diese Weise wirklich so einiges klar über das, wie mein Stressgefühl entsteht, wo er hausgemacht ist - und was ich einfach loslassen und gehen lassen kann, ohne dass ich Schwierigkeiten bekomme. Für jedes Monat gibt es auch eine Vorausschau an Wünschen oder Zielen (am besten die Wünsche bei einem Sommermonat: Urlaub, erholen! - was ich rückblickend total umfangreich erlebt und gemacht habe ;-) ) und einen Rückblick, ein Fazit, wieviele private Treffen es gab, wie es mir ging, körperlich, seelisch, mental und einiges mehr.

Bulletjournal für Autor_innen

Von Anfang an war klar, ich werde mein Bulletjournal auch fürs Schreiben meiner Bücher verwenden. Alles an wirklich 1 Ort zu haben, ist einfach fantastisch. Mein Journal hat daher zwei Teile, der vordere ist der laufende Abschnitt, die aktuellen Seiten - Kalender, Aufgaben, usw. Im  hinteren Teil - getrennt durch ein Trennblatt - sammle ich alles Mögliche, das für längere Zeit wichtig und nützlich ist. Dazu gehören unter anderem auch Ideen, Romanvorhaben und ihre Fortschritte, mögliche Namen für Figuren, Veröffentlichungspläne, Marketing (jaja ... grummel ...), und vieles mehr.

Alles in allem war das Journal dadurch nur im Jänner noch relativ dünn. Mittlerweile ist es meist zum Bersten gefüllt, und ich sortiere regelmäßig aus, was in mein eigens "Archiv" geht und was vielleicht sogar entsorgt werden kann. Da es lose Seiten sind, fällt das sehr leicht.

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Kommentar von Alexandra |

Liebe Anni,

ich bin durch die Kommentier Wochenende Aktion bei dir gelandet und hab jetzt diesen Beitrag gelesen der mich zwar zum schmunzeln brachte, vor allem der Anfang aber mich auch etwas mit Neid zurück gelassen hat.

Warum? Nun, ich hab vor einem jähr auch damit angefangen, total euphorisch... Nur, bei mir hat ganze 2 Monate gehalten. Ich war einfach unzufrieden, ich bin Perfektionistin also gab mehr Dinge die mir nicht gefallen haben anstatt anders rum. Also hab ich es aufgegeben.

Warum neidisch? Weil es viele gibt, so wie du, die es echt durch ziehen und ihr Spass daran habt. Ich leider musste erkennen das es einfach nichts für mich ist.

Ich find es aber immer wieder spannend all die verschiedenen Ideen und Gestaltungen zu sehen. Da gibts echte Kunstwerke darunter.

Ich wünsch dir auf alle Fälle weiter viel Spass mit deinem Journal ;)

So, nun lass ich dir mal liebe Neujahrswünsche da und wir lesen uns ;)

Liebe Grüsse
Alexandra

Antwort von Anni Bürkl

Ich bin auch euphorisch gestartet und dazwischen war ich unentspannt, weil es nicht so half, wie ich gedacht hatte. Aber deshalb die Änderungen, mit denen ich jetzt super gern das Journal führe. Es macht mir viel Vergnügen, ich liebe das Kritzeln. Kunst ist das bei mir eher nicht, aber ich mags trotzdem.

Kommentar von Nadine |

Ich habe 2019 auch zum ersten Mal mit einem Bullet Journal angefangen und muss sagen, dass ich sehr davon begeistert bin. Ich bin so chaotisch, da hilft es alles gebündelt zu haben und mein Chaos ein wenig einzubinden. Ich habe allerdings fürs Schreiben ein seperaten Beitrag und habe in meinem Bullet Journal nur eine Liste, wo ich jeden Tag abhacke, das ich was gemacht habe und wie viele Wörter zusammen gekommen sind. Ansonsten würde mein Bullet Journal schnell zu voll werden, vielleicht sollte ich auch zu einem Ringbuch übergehen :D Auf jeden Fall interessant zu sehen, wie andere ihren Bullet Journal handhaben. Liebe Grüße

Nadine

#Bloggernetzwerk

Antwort von Anni Bürkl

Ich probiere bei den Dingen rund ums Schreiben noch ... den letzten Krimi habe ich mit der Hand geschrieben (sprich, die Erstfassung), das komplette Manuskript hätte das Journal-Ringbuch auf jeden Fall gesprengt!Zwinkernd

Kommentar von Elizzy |

Liebe Annie, ich schreibe schon länger all meine Termine und Blog Dinge in einen Bullet Journal ein. Das hilft mir ungemein organisierter zu sein und steigert auch meine Produktivität. Es hat bei mir eine Zeit gedauert, bis ich das für mich passende Format gefunden habe und auch heute probiere ich mich gerne an neuen Dingen aus. Besonders die to-do Listen sind nicht immer einfach und meistens schreibt man sich tatsächlich einfach zu viel auf. Umso toller finde ich deine Änderung dazu! Ich wünsche dir noch viel Spass beim Planen des neuen Jahres :D Das ist meiner Meinung nach immer das Beste :D

Alles Liebe
Elizzy
#Bloggernetzwerk

Antwort von Anni Bürkl

Ohja, man braucht Zeit, bis man reinfindet und das Richtige für sich erstellt ... hast recht, Elizzy, das neu gestalten macht immer sehr sehr viel Vergnügen! Ich bin auch generell eine Kritzlerin, ohne künstlerischen Anspruch, und immer wenn ich beim Schreiben oder Notizen machen grad nachdenke, landet irgendwas Gekringeltes auf der Seite. Manchmal gebe ich diesen "Dingern" dann Namen. Ich muss die mal fotografieren, hoffentlich klappt es, die sind sehr klein.

Kommentar von Nico aus dem Buchwinkel |

Liebe Annie,
wie schön, dass das Bulletjournal für dich funktioniert. Ich habe es eine Zeit lang versucht, aber nicht durchgehalten, weil ich das Journal nicht überall dabei hatte. Mittlerweile organisiere ich meine ToDo's über das Handy, das klappt ganz gut. Die Idee mit dem Sammelort für Schreibideen finde ich aber sehr gut, vielleicht schaue ich mir das ab.

Liebe Grüße,
Nico

#bloggernetzwerk

Antwort von Anni Bürkl

Danke, Nico, für deinen Kommentar - das Bulletjournal unterwegs mitnehmen ist tatsächlich so eine Sache. Eigentlich ist es mir meist zu schwer, wenn ich aber weiß, dass ich es brauchen könnte, packe ich's doch ein. Doch da's ein Ringbuch ist, kann ich auch nur die benötigten Seiten mitnehmen!

Kommentar von Jasmin |

Guten Abend Anni,

ich finde es immer schön mir die Bullet Journal von anderen anzusehen. Mir selbst liegt es nicht und ich habe auch nicht die Muße dazu (hab es schon versucht).

Liebe Grüße
Jasmin

Kommentar von Katharina |

Auf die Idee ein Bulletjournal fürs Schreiben zu führen, bin ich noch nie gekommen. Für Termine reicht mir mein Chaoskalendar, aber fürs Schreiben war da nie Platz. Danke für die Anregung,
Grüße, Katharina

Kommentar von Kate |

Hallöchen,
ich lese sehr gerne darüber, wie andere ihr Bullet Journal handhaben. Das mit der Reflexion muss ich mir auch angewöhnen. Bei mir ist das BuJo noch nicht wirklich zu einem täglichen Begleiter geworden. Das will ich mal ändern und mir angewöhnen, es wirklich täglich zu nutzen.
Toller Beitrag jedenfalls!
Liebste Grüße, Kate

Antwort von Anni Bürkl

Das Lustige dran ist, mein ursprünglicher Plan sah vor, das Bulletjournal für die Werktage zu nutzen, also die Termine und Schreibfortschritte und so zu notieren. An den Wochenenden hab ich es im Eck liegen lassen. Aber irgendwann war es mir dann jeden Tag ein Bedürfnis, am Morgen zu schauen, was der Tag bringt - und am Abend zurückzuschauen, mal genauer, mal nicht. Auch für Grant über irgendwelche Ereignisse ist da Platz. Alles, worüber ich mir spontan Luft machen möchte. Und somit ist es wirklich ein Begleiter durch die Tage geworden - und damit auch ein Rückblick, was wann war. Man irrt sich ja da viel zu leicht.

Kommentar von mi |

Liebe Anni,

deine aufgelisteten 'Probleme' kenne ich auch. Ich führe eigentlich schon seit knapp 3 Jahren ein Bulletjournal, habe zwischendurch immer wieder vieles verändert. Aber das eigentliche Problem bei mir ist es, die Zeit für das (kreative) beschriften der Seiten zu finden. Das Resultat war: in diesem Jahr habe ich mehrere Monate einfach überspringen müssen, da ich es einfach nicht geschafft habe. Aber trotzdem macht es total Spass daran zu werkeln. Mal sehen ob ich es dieses Jahr schaffe, es regelmäßig weiterzuführen :)

LG und schönen Abend,
Ümi

Antwort von Anni Bürkl

Servus Ümi,

Ich habe nicht besonders viel Anspruch an meine Seiten - Hauptsache bunt, übersichtlich und ein bisschen was Hübsches. Sticker mit Katzen neulich, schwarze - weil November. ;-) Der Jänner ist in einem hellen Violett gehalten und dazu ein paar "yoga-angehauchte" Sticker.