Wie nahe /fern bist du deinen Figuren? (Schreibtipp)

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Krimikatze schreibt (vielleicht)

Hast du beim Lesen schon mal beobachtet, dass du Figuren unterschiedlich nahe kommst?

Beim Schreiben kann dir die Kameraperspektive aus Filmen gute Dienste tun: Nimm dir eine Szene vor, die du als nächstes schreiben willst oder schon in Rohfassung geschrieben hast. Überlege, aus welcher Kameraperspektive du sie verfasst hast oder an welche du gedacht hast. Kommst du sehr nah heran?

Schreib den Text dann neu:

Einmal aus Nahaufnahme,

einmal mit einer Kamerafahrt, bei du dich dem Objekt/einer Person annäherst,

einmal aus einer sogenannten Totalen.

Wer probierfreudig ist, kann auch die Froschperspektive oder Vogelperspektive austesten.

Auf Seiten wie Wiki findest du noch mehr Beispiel für Kameraperspektiven.

Eine weitere Möglichkeit, deiner Figur näher zu kommen: Lasse Satzteile wie "vermutlich denkt sie" weg. Wenn du direkt in ihren Gedanken bist, kannst du diese gleich so niederschreiben! Das gilt vor allem, wenn du aus personaler Perspektive erzählst, also aus Sicht dieser Figur. Dasselbe gilt für Gefühle: "Er fühlte sich ängstlich"? Spürst du da ihre Angst? Eher nicht. Zeig deinen Leserinnen lieber die Angst. Was passiert mit der Figur? Sie kann einen Schweißausbruch haben, ein Blackout haben, etwas Unlogisches tun, was auch immer.

 

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