Immer wenn ich als Autorin Pläne mache ...

(Kommentare: 0)

Immer, wenn man als Autorin Pläne macht …

2018 hatte ich einen Plan:

einen neuen Tee-Krimi mit Berenike im Salzkammergut schreiben. Planung soweit erledigt, ein Wellness-Hotel hoch über Altaussee, eine Frau mit ihrem jungen ausländischen Liebhaber, eine Masseurin, eine Krimibibliothek, Teelady Berenike und ihr Liebster, Kriminalpolizist Jonas, erholen sich in der Therme. Und dann ist natürlich jemand tot …


Was dann in mein Leben kam, wünsche ich aber keinem – Nackenschmerzen aus der Hölle, 10 Monate lang. Details erspare ich allen, seit einiger Zeit geht es mir wieder relativ gut. Ich habe aber gelernt, auf mich zu achten. Kann ich nur allseits empfehlen! Nicht mehr pausenlos am Pc tippen, genügend Pausen machen und dergleichen mehr. Ja, in der Theorie wiss‘ma‘s eh alle. Praktisch ist dann immer noch grad was besonders Dringendes zu erledigen und Zeit ist Geld und wie die Sprüchlein alle heißen. Und das Ganze rund um Halloween und dem Totengedenken zu Allerseelen, im Nebel rund um den See.


Aber – am Ende des Lebens wird gar keine Zeit übrig sein. Daher habe ich vor, die Zeit zu verlangsamen.
Hä?
Nun, ich will einfach jeden Moment genießen. Nach meinen Lust-und-Launen gehen. Brauche ich Ruhe, mache ich Pause. Ist halt so. Wozu ist man schon Freelancerin und kann sich die Zeit einteilen? Keine von uns wird jünger, so wenig wie niemand mit hohem Blutdruck auf die Welt kommt, wie mal eine Ärztin meinte. Dinge akzeptieren, den Lauf der Welt annehmen, ändern, was geht, den Rest loslassen. Das Beste draus machen - statt eine mieselsüchtige bittere Alte zu werden, die nur herum motschkert (motschkert = Wienerisch: schimpft und meckert, für meine Bundesdeutschen hier) und sich immer noch über Streit aus dem Jahr 1993 grämt.
Langer Rede kurzer Sinn: die Schreib-Projekte haben sich etwas anders entwickelt, als ich eigentlich vor ein oder zwei Jahren dachte.

Gerne möchte ich trotzdem Berenikes 8. Mordfall für euch herausbringen, ich weiß nur noch nicht, wann das passieren wird. Herbst 2019? Später? Viel später? Keine Ahnung, denn: Wenn die Autorin Pläne macht, fällt irgendwo das Schicksal lachend vom Hocker.


Das als „Wiener Kaffeehaus-Roman“ arbeits-betitelte Projekt verfolge ich weiter. Es wird kein Krimi sein, sondern ein Roman aus den Dreissiger- bis Fünfzigerjahren. Meine Heldin, Lotte, kommt in die Stadt, um Arbeit zu finden und nicht mehr zu hungern. So manches von damals wirkt brandaktuell – die Debatte um ungewollte Schwangerschaften während der NS-Diktatur zum Beispiel. Mehr dazu, wenn es so weit ist.

Zwei andere Romanprojekte sind „Vier Frauen“ in der Nachkriegszeit in Wien und eine Walzersaga, die 1913 beginnt – beides keine Krimis.

Keine Krimis mehr?

Warum keine Krimis mehr? Ich weiß es nicht so genau, nur dass ich gerade nicht über Mord schreiben kann. Zu viel Tragisches in der realen Welt, zu viel Tod rundherum. Vielleicht ändert sich das ja wieder. Weil das Schicksal mal wieder vom Hocker purzelnd eine Idee für mich hat … einen Wendepunkt in meinem Lebensroman?!!


Andere über mich und meine Bücher:

Ein Interview mit Seesterns Bücher.

> Wie gehst du mit schlechten Rezensionen von Bloggern oder auf Amazon?
Prinzipiell freue ich mich, wenn ich über meine Bücher mit Leuten ins
Gespräch komme.
Bei negativen Rückmeldungen ist das natürlich unangenehmer.
Mittlerweile denke ich mir meist: Soll jeder seine Ansicht haben, Lesen
ist ja immer auch was Persönliches.

Autorinnen-Trivia:

Hat jemand von Euch auch Spleens?
Ich zB. Verwende als Passwörter etwas aus dem jeweils aktuellen Schreibvorhaben. ;-) Damit ändere ich es oft genug – und mir fällt ein neues ein.


Ansonsten ... Ab sofort möchte ich 1x im Monat aus meinem Schreiben berichten; und 1x im Monat getrennt davon Schreibtipps und so weiter geben. Wir werden ja sehen. :-) Auf Wieder-Lesen!


Ihre Anni Bürkl
Anni Bürkl ist Autorin, Lektorin und Schreibtrainerin im Schreibsalon Texte & Tee.

 

Datenschutz-Hinweis:

Wenn Sie hier kommentieren, müssen Sie Ihre E-Mail-Adresse und Ihren Namen bekanntgeben. Diese werden via Provider (Domainfactory) an mich übermittelt.  Ihr Name ist am Kommentar direkt auf der Webseite öffentlich einsehbar, Ihre Mailadresse wird im Website-System gespeichert, aber nicht weitergegeben. Sie wandert auch nicht automatisch in meinen Newsletter.

Zurück

Einen Kommentar schreiben