Wo bitte geht's hier nach Phantasien? (Kopie)

(Kommentare: 0)

Neulich war ich schwimmen. Als ich eine Pause im Liegestuhl machte, blickte ich durch die Glaswand nach draußen. Hinter dem Außenbecken, weit hinten in der winterlich verlassenen Liegewiese, war etwas Weißes, Größeres zu erkennen. Was es wohl war?

Ein Schwan!, dachte ich.

Unmöglich!, dachte ein anderer Teil in mir.

Oder doch möglich?

Oder war es … Fuchur, der Drache aus der Unendlichen Geschichte?

Ein Mann mit einer Leiter kam und reparierte etwas am Eingang – den Zugang zu Phantasien?

Meine Fantasie war angesprungen, obwohl ich gar nicht am Schreiben war.

Plötzlich überlegte ich, was Fuchur wohl hier macht? Welchen Grund hat sein Auftauchen hier? Wer ist denn noch in der Nähe? Die Kindliche Kaiserin?

So ließ ich mich beim Entspannen dahin treiben.

Ein erstklassiges Beispiel, wie Fantasie funktioniert: Sie kann sich an allem entzünden, wenn wir sie lassen. Ein Bild, ein mitgehörter Satz in der U-Bahn, ein Geräusch.

Als zB. Der U-Bahn-Tunnel-Vortrieb unter unserem Wohnhaus sehr, sehr laut war, sah ich plötzlich Kanäle vor mir statt der Straßen, und Vaprettos wie in Venedig. Von ihnen kam der Lärm. Ich war in einer möglichen Story.

Mein Tipp:

Übe deine Fantasie – das ist wie bei einem Muskel. Mit der Zeit wird er vom Training stärker, nicht sofort, aber nach und nach. Auch Ideenhaben will trainiert sein.

Ein Mann glaubt an in den Bäumen lauernde Nachtelben? Schick ihn in den dichten Wald!

„Zu blöd“ gibts bei Ideen nicht.

Worüber soll ich überhaupt schreiben – mir fällt nix ein“

Angehende Autorinnen und Autoren fragen manchmal: „Ich möchte gern ein Buch schreiben, aber worüber soll ich schreiben?“

Darauf gibt es 2 wichtige Antworten:

1 – Gegenfrage: worüber willst du schreiben? Deine Antwort ist die wichtigste Antwort.

2 – noch eine Gegenfrage: Fällt dir nichts ein – oder bist du eher unsicher, ob deine Idee gut genug ist?

Hilfe bei diesen Fragen gebe ich übrigens jederzeit in meinem individuellen vereinbarten Schreibcoaching – persönlich, per E-Mail oder auch Telefon. Wir finden gemeinsam heraus, wo es hakt und wie du die Sache löst, damit du ein tolles Buch schreibst.

Wenn dir wirklich nichts einfällt …

Du stehst plötzlich an. Nach einer ersten Idee oder auch mitten im Text – was soll als nächstes passieren?

Hier mein Schreibtipp: Notiere dir die Frage. Sei so konkret wie möglich.

Beispiel: Wie kommt meine Wikingerin von ihrer Heimat nach Mitteleuropa?

Und jetzt schreibe 12 mögliche Antworten auf.

Ja, du liest richtig. 12. Nicht 1 Idee, sondern 12 Ideen.

Kommt dir komisch vor?

Probier‘s aus.

Ist sehr witzig.

Weil du nämlich unbedingt auf 12 kommen willst, schreibst du wirklich alles auf, was dir auch nur irgendwie einfällt. Du zensierst nicht.

Und ich verspreche: zumindest 1 Idee wird für dein Problem/deine Frage die richtige Antwort sein!

 

… und wann bist du zuletzt nach Phantasien gereist?

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben